Wer ab April zu später Stunde rund um den Niedersedlitzer Platz unterwegs ist, ist gut beraten sich mit Taschenlampe oder Kerzen auszurüsten.
Die DREWAG hat angekündigt, ab dem 3. April die Straßenbeleuchtung am Niedersedlitzer Platz, dem Amaryllenweg und dem Geranienweg abzuschalten – und lässt damit die Anwohner im Dunklen tappen. In einem bizarren Streit zwischen Stromversorger, Verwaltungsfirmen und der Stadtverwaltung geht es um die Stromkosten für die Beleuchtung, die in den letzten zwei Jahren nicht gezahlt worden sein sollen. Die Einen fühlen sich nicht zuständig, die Anderen wollen die Straßenlampen gar nicht haben.

Die Straßen wurden beim Bau des Wohngebietes Anfang der 1990er Jahre vom Bauträger gleich mit errichtet, weil die Stadtplanung wohl nicht aus dem Knick kam. 2009 hat die jetzige Verwalterfirma des Gebietes die Straßen per Vertrag an die Stadt übertragen – mit allem Zubehör. Die Stadt jedoch meint, die Straßenbeleuchtung gehöre nicht zum Zubehör. Welche Haarspalterei!
Wie dem auch sei! Unstrittig scheint doch wohl, dass die betreffenden Straßen öffentlicher Verkehrsraum sind. Dann sollte sich der Dresdner Amtsschimmel mal aus seinem Plüschsessel erheben, das Sächsische Straßengesetz SächsStrG aus dem Regal holen und § 51 Abs.1 aufschlagen. Dort ist eindeutig festgelegt: „Die Gemeinden haben alle öffentlichen Straßen innerhalb der geschlossenen Ortslage … im Rahmen des Zumutbaren zu beleuchten.“ Vielleicht sollte die Stadt mal die Oma vom Geranienweg und die Mutter mit Kleinkind vom Amaryllenweg befragen, was sie für zumutbar halten. Wenn die Stadt die vorhandene Beleuchtung nicht haben will, dann soll sie eben eine eigene Beleuchtung aufstellen – und den Bürgern anschließend diesen Schwachsinn erklären.
Auf dass den städtischen Beamten bald ein Licht aufgeht.

 

 

 

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