Im Mai 2009 hatte der Dresdner Stadtrat beschlossen, dass Straßen, deren Namen im Ergebnis von Eingemeindungen doppelt vorkommen, umbenannt werden sollen. Zahlreiche Arbeitsgruppen beschäftigten sich in den Ortsämtern damit, betroffene Straßen zu erfassen, Namensvorschläge zu erarbeiten und Festlegungen treffen.
In Niedersedlitz sollten die Heinrich-Mann-Straße und der Siedlerweg von der Umbenennung betroffen sein. Im März dieses Jahres beschloss der Ortsbeirat Prohlis neue Namen ohne jeden lokalen Bezug und ohne die betroffenen Anwohner zu befragen.

In seiner Sitzung am 18. Oktober beschloss der Stadtrat nun, doch alles beim Alten zu lassen. Sogar bei den Abgeordneten hatte sich inzwischen rumgesprochen, dass heutige Navigationsgeräte durchaus zwischen einer Heinrich-Mann-Straße in Niedersedlitz und in Cossebaude unterscheiden können. Auch den Damen und Herren ist unterdessen nun aufgefallen, dass Kosten und Aufwand für die betroffenen Anwohner sowie die Folgen für die Identität des Stadtteils in keinem Verhältnis zu einem vermeintlichen Vorteil einer Umbenennung stehen.
Also viel heiße Luft um nichts – außer Spesen nichts gewesen …

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