Im Gewerbegebiet zwischen Bismarckstraße und Sosaer Straße, im Bereich von Saydaer Straße, Kleine Straße und Am Feld sollen 2013 die Straßen grundlegend saniert werden. Dafür will die Stadtverwaltung Dresden 1,6 Mio Euro bereitstellen, die im Biotechnologiezentrum am Tatzberg nicht mehr benötigt werden. Sicher ist die Sanierung dringend nötig. Die Straßen sind holprig und zu eng für LKW, wenn es regnet ist die Sosaer Straße ein einziger See, denn eine Kanalisation fehlt. Insgesamt ist das Gebiet in den 50er Jahren stehengeblieben. Die Firmen beklagen, dass es wegen der miserablen Infrastruktur keinen Anreiz für zusätzliche Investitionen gäbe. Deshalb will sich das Amt für Wirtschaftsförderung nun für die Sanierung einsetzen. Rund 20 Unternehmen haben in diesem Gebiet ihren Standort, über 450 Menschen finden hier ihren Arbeitsplatz.

Gleich nebenan befindet sich die Reisstraße. Diese ist in einem ähnlich maroden Zustand. Löcher und Verwerfungen wechseln sich ab, Anwohner beklagen die Geräuschbelästigung durch das verschlissene Kopfsteinpflaster. Dass dort die Busse der Linie 88 fahren, schadet der Straße zusätzlich. Nach Auskunft aus dem Rathaus soll das jedoch auch weiterhin so bleiben, ein nachhaltiger Ausbau ist aus finanziellen Gründen bis auf Weiteres nicht gesichert. Dort wird auch bestritten, dass die Reisstraße beim Hochwasser 2002 beschädigt wurde. Jeder Niedersedlitzer weiß, wo das Wasser lang floss, was im Flutgraben keinen Platz mehr fand, und wie insbesondere der Bereich vor der Kreuzung Bismarckstraße aussah ... Tja, Pech gehabt. Keine Lobby für Anwohner. Vielleicht sollte jeder Anwohner einen Gärtner, ein Kindermädchen und eine Putzhilfe einstellen – dann gibt es an der Reisstraße eventuell auch genug Arbeitsplätze für eine Sanierung.

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