„Gewerbegebiet – Produktion rund um die Uhr!“ verkündet weithin sichtbar ein Schriftzug von der gewerblichen Nutzung des Gebietes an der Bismarckstraße. Bereits seit mehr als 100 Jahren ist dieses Gebiet von Industrie und Produktion geprägt.
Das hielt jedoch einige Häuslebauer nicht davon ab, sich unmittelbar daneben für ein Eigenheim zu interessieren. Nun zeigte man sich überrascht - von lautstarkem Gewerbe in der Nachbarschaft will man nichts gewusst haben, obwohl offenbar sogar im Kaufvertrag darauf hingewiesen wurde.
Ja, Mensch Leute, wie kauft ihr denn Häuser? Bevor ich mit einer sechsstelligen Summe den Kauf meines Lebens tätige, schaue ich mir doch das Objekt der Begierde mal an – und das nicht nur Sonntag nachmittags!

Nun soll die Situation gerettet werden, indem eine Lärmschutzwand zwischen Gewerbe- und Wohngebiet gebaut wird. Die benachbarte Firma soll dafür mit einer fünfstelligen Summe belastet werden, obwohl an der Situation unschuldig. Warten wir ein paar Jahre ab, ob es dabei bleibt.
Denn es ist immer wieder das gleiche Spiel! 2005 baute man an der Sportplatzstraße Eigenheime direkt neben dem Sportplatz, wo bereits seit mehreren Jahren zuvor die Baseballer der Dresden Dukes ihre Spielstätte hatten. Anfang 2012 war es dann geschafft – die Baseballer wurden auf Bestreben der neuen Anwohner verbannt und kämpfen heute um ihre Existenz, weil sie keine Heimspielstätte vorweisen können.
Und es geht weiter so. Ein Investor plant bereits, das verfallende Gebäude der ehemaligen Gaststätte „Zur Wartburg“ zu rekonstruieren und dort Wohnungen einzurichten. Schön für die Erhaltung des historischen Gebäudes! Aber wer will denn dort wohnen - rundum umgeben von Produktionsstätten?

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