Natürlich kamen die Klassiker unter den Problemstellen mit dem rollenden Verkehr zur Sprache: Lugaer Straße, Heidenauer Straße und Bismarckstraße.
Gleich zu Anfang hatte Versammlungsleiter Piwarz Mühe einen engagierten Anwohner der Prof.-Billroth-Straße zu bändigen, der vordergründig persönlich motiviert Tempo 30 an „seinem“ Straßenabschnitt zwischen Niedersedlitzer Platz und Heidenauer Straße durchzusetzen versucht. Man erkannte jedoch an, dass es nicht unbedingt glücklich ist, ausgerechnet vor der unübersichtlichen Einmündung der Prof.-Billroth-Straße in die Lugaer Straße die von Luga kommende 30er Geschwindigkeitsbegrenzung aufzuheben. Die anwesenden Kommunalpolitiker waren sich einig, dass es die örtlichen Gegebenheiten kaum ermöglichen, eine Geschwindigkeitsbegrenzung an dieser Stelle zu rechtfertigen. Stadtplanungsleiter Szuggat sagte jedoch zu, dies insbesondere unter Beachtung der Blickbeziehungen von seinem zuständigen Amtskollegen nochmals prüfen zu lassen.

Nichts Neues auch ein paar Meter weiter an der Heidenauer Straße vor dem Kindergarten „Sonnenschein“. Auch hier versprach Stefan Szuggat die aktuelle Lage überprüfen zu lassen. Offensichtlich war ihm das Ergebnis einer Untersuchung zur „Erhöhung der Verkehrssicherheit vor der Kita Heidenauer Straße“ aus dem letzen Jahr nicht bekannt – in dessen Ergebnis übrigens die bis dahin vorhandenen Verkehrsschilder „Vorsicht Kinder“ entfernt worden. Hier wurde bereits im Februar darüber berichtet.
Auch für die Bismarckstraße konnte wenig Hoffnung gemacht werden. Diese frisch sanierte Straße wurde als Zufahrtstrasse für das Gewerbegebiet im hinteren Bereich der Bismarckstraße bis zum Langen Weg bezeichnet – eine Geschwindigkeitsbegrenzung in Schulnähe deshalb als unmöglich angesehen. Unverständlich, da die Anbindung des Gewerbegebietes an der Bismarckstraße über den Langen Weg an das überregionale Straßennetz nicht nur möglich ist, sondern auch logischer erscheint – ebenso wie das bei der Niedersedlitzer Straße erfolgt. Als machbar sah Stadtrat Haßler als Kompromiss jedoch die Einrichtung eines Überweges im Bereich der Bushaltestelle an der Bismarckstraße an.
Als nicht in nächster Zeit realisierbar wurde die Einrichtung eines ampelgesteuerten Überganges über die Lugaer Straße am Niedersedlitzer Platz angesehen. Nicht bekannt war, ob die Kreuzung Straße des 17.Juni/Reisstraße als Unfallschwerpunkt anzusehen ist. Angeregt wurde, wieder verstärkt die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen im Ortskern zu überwachen.
Offensichtlich nicht anwesend waren Vertreter aus der Windmühlensiedlung. Der Siedlerverein bemüht sich schon seit Jahren um die Einrichtung eines Fußgängerüberweges über den Langen Weg im Bereich der Ernst-Toller-Straße. Schade – Chance vertan. Hier wäre sicherlich eine gute Möglichkeit gewesen, das Thema wieder mal in den Fokus zu rücken.

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