Es war schon paradox – obwohl die heutige Pfarrer-Schneider-Straße bis nach 1945 Kirchstraße hieß, gab es in Niedersedlitz bis dahin nie eine Kirche. Die Niedersedlitzer Christen gehören bis heute zur Kirchgemeinde in Leuben und mussten sich seit jeher zum Gottesdienst und anderen kirchlichen Veranstaltungen auf den Weg zur Leubener Kirche machen. Mitte der 1930er Jahre erhielten sie in Niedersedlitz zumindest die Möglichkeit, sich in einem ehemaligen Ladengeschäft zu treffen. Das blieb so, bis 1980 die Baugenehmigung für ein Gemeindezentrum erteilt wurde. Das Baumaterial stellte der Staat, um die Handwerker musste sich die Kirchgemeinde jedoch selbst kümmern. Viele Gemeindemitglieder, aber auch örtliche Handwerker halfen nach Feierabend und sonnabends auf dem Bau.

Am 18. September 1983 war es dann soweit – das Gemeindezentrum an der Pfarrer-Schneider-Straße war fertig und wurde feierlich eröffnet. 500 Gäste – darunter Besucher aus einer befreundeten Kirchgemeinde aus Hannover – waren dabei, als das Haus mit einem feierlichen Gottesdienst seiner Bestimmung übergeben wurde.
30 Jahre ist das nun bald her und die Niedersedlitzer Gemeindemitglieder blicken auf das Kirchweihjubiläum zurück. Am Sonntag den 15. September gibt es dazu einen Festgottesdienst und im Anschluss daran die traditionelle Herbstmusik des Niedersedlitzer Posaunenchors im Pfarrgarten. Bereits zuvor, am 10. September, berichtet Bernd Hakenholt im Gemeindezentrum in einem Vortrag über die Zeitumstände des Baus und die Geschichte der Niedersedlitzer Gemeinde.

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