Ndsol News20140506 01Hat er etwas versprochen oder hat er sich versprochen? „Am 5. Mai beginnen die Bauarbeiten an der Brücke Windmühlenstraße über den Niedersedlitzer Flutgraben." Dafür gibt es einen festen Termin, die Finanzierung ist gesichert und die Planungen sind abgeschlossen. Das alles verkündete Dresdens Straßenbauchef Reinhard Koettnitz während einer Bürgerversammlung im November letzten Jahres – und ja, er sprach vom Jahr 2014.
Nun, der 5.Mai ist heran und wie nebenstehendes Bild verdeutlicht – er muss einen anderen 5.Mai gemeint haben oder im Rathaus gehen die Uhren wieder einmal anders. Von Baustelle war jedenfalls zum verkündeten Termin nichts zu sehen an der Windmühlenstraße. Eine Anfrage zur bevorstehenden Brückenerneuerung beim zuständigen Dresdner Amt blieb bis heute unbeantwortet. Die Stadtverwaltung schweigt sich aus, die örtliche Presse weiß auch nichts darüber zu berichten. Weder wird ein Termin für den Beginn der Bauarbeiten verkündet, noch werden notwendige Straßensperrungen angekündigt – nichts deutet darauf hin, dass diesmal ein Versprechen eingehalten wird. Und das, obwohl die Kommunalwahl doch erst in 3 Wochen ist ...

Erleben die Niedersedlitzer hier ein Deja-Vu? Auch die Sanierung der Bismarckstraße am Niedersedlitzer Gewerbegebiet wurde lange geplant und angekündigt und Fördermittel sollten bereitstehen – bis Ende Februar, einen Monat vor Baustart, das Ganze kommentarlos abgesagt wurde. Genaugenommen noch nicht mal das, denn bekannt wurde die Streichung erst, als ein betroffener Anlieger Informationen zum bevorstehenden Bauablauf einholen wollte.
Die Landeshauptstadt Dresden hat für den Ersatzneubau der Brücke über den Niedersedlitzer Flutgraben im Zuge der Windmühlenstraße am 9. Dezember 2013 vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr einen Förderbescheid über 338 539 EUR erhalten – mit dem Höchstfördersatz von 100 Prozent. Demnach soll die neue Überführung, nach Abbruch des vorhandenen Bauwerks, als Stahlbetonbrücke mit einer von 4,90m auf 5,50m erhöhten lichten Brückenweite errichtet werden. Außerdem soll die Windmühlenstraße auf einer Länge von 41m an das neue Brückenbauwerk und den Bestand angepasst werden, ein Mischwasserkanal ausgewechselt und eine Uferstützwand ersetzt werden. Am 3. April 2014 hat der Dresdner Ausschuss für Wirtschaftsförderung dem Bauunternehmen Lobisch aus Dreiheide den Zuschlag für die Bauarbeiten erteilt.
Und woran scheitert es nun, dass es wie geplant losgeht – und pünktlich vor dem nächsten Winter fertig wird?

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