Ndsol News20140514 01Um eine Woche verspätet haben gestern nun die Bauarbeiten an der Brücke Windmühlenstraße über den Niedersedlitzer Flutgraben begonnen.
Obwohl die Dresdner Stadtverwaltung Montag letzter Woche doch noch in einer Pressemeldung verkündete, dass die Bauarbeiten begonnen hätten – tat sich vor Ort die ganze Woche nichts. Ungeprüft übernahm die lokale Presse die Meldung und so berichtete SZ, DNN und DF in trauter Einigkeit voreilig von begonnenen Baumaßnahmen, von eingerichteten Vollsperrungen und Umleitungen. Tatsächlich konnten Autofahrer und Fußgänger die Brücke weiterhin ungehindert passieren.
Damit ist es nun vorbei. Der Bereich um die Brücke ist nun voll gesperrt und die Windmühlenstraße ist für die Dauer der Baumaßnahme eine Sackgasse. Die Anlieger erreichen ihre Grundstücke mit dem Auto nur noch aus westlicher Richtung kommend. Aus Niedersedlitz müssen sie die Umleitung über die Niedersedlitzer Straße und den Langen Weg nehmen. Für die Fußgänger wurde eine Umgehung am Flutgraben entlang durch den kleinen Park zur Niedersedlitzer Straße eingerichtet.
Erschrocken dürften die Anwohner im unteren Bereich der Windmühlenstraße in der Sächsischen Zeitung gelesen haben, dass die neue Brückenkonstruktion deutlich höher werden soll – staut sich doch bei Hochwasser schon jetzt der im Bereich der Randsiedlung überlaufende Lockwitzbach auf der Windmühlenstraße in einer Senke vor der Brücke kniehoch, und die Anwohner haben dort alle Mühe, das Hochwasser von ihren Häusern fern zu halten.

Tatsächlich ist im Förderbescheid des Landes Sachsen jedoch von einer um 0,6 Meter vergrößerten lichten Brückenweite (nicht –höhe) die Rede. Die vergrößerte Durchlassfähigkeit der neuen Brücke macht ohne weitere Maßnahmen jedoch wenig Sinn, nur wenige Meter weiter steht schon die nächste Brücke an der Niedersedlitzer Straße im Weg und auch an anderen Stellen konnte der Flutgraben schon die bisherigen Wassermassen nicht halten. An der maroden Brücke hat es nicht gelegen, dass umliegende Straßen, Gehwege und Grundstücke überflutet wurden.
Nach Angaben der Stadtverwaltung ist das Ende der Baumaßnahmen am 7. November – dieses Jahres – vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 341 TEUR, wobei die Stadt selbst nur rund 2500 EUR aufbringen muss – den Rest hat sie vom sächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr als Fördermittel erhalten. Ein Schnäppchen für die Stadtverwaltung.

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