In 9 Tagen ist Landtagswahl! Da gehen manchmal Sachen ganz schnell, die zuvor jahrelang in irgendwelchen Amtsstuben schlummerten. Noch vor kurzen wollte sich die Landestalsperrenverwaltung in der Begründung zur Ablehnung der Petition des Heimatverein Niedersedlitz nicht festlegen. Einen zusätzlichen Pegelmesser am Lockwitzbach auf Dresdner Gebiet, wie seit Jahren von den Anwohnern gefordert, hielt man nachwievor für „fachlich nicht begründbar" – hatte aber zumindest eine Überprüfung veranlasst.
Euphorisch gab gestern das Sächsische Umweltministerium bekannt, dass oberhalb des Verteilerwehres zum Niedersedlitzer Flutgraben ein neuer Pegel zur automatischen Wasserstanderfassung installiert wurde. Derzeit würde noch die Datenfernübertragung eingerichtet, die die gemessenen Pegelstände an das Landeshochwasserzentrum übermitteln soll. Ab Mitte September seinen diese Daten dann, so wie für alle anderen Pegel, auf deren Internetseite abrufbar. „Mit dem neuen Pegel können die Anwohner der Lockwitz Hochwassergefahren nun noch besser einschätzen" sagte dazu der sächsische Umweltminister Frank Kupfer. Der bisher einzige Pegelmesser am Lockwitzbach in Kreischa wurde seit Jahren schon von den Anwohnern in Dresden als unzureichend angesehen. „Intensive Niederschläge in dem Gebiet zwischen Kreischa und Dresden können die Hochwassergefahr jedoch verstärken. Deshalb ist dieser Pegel erforderlich", so der Minister nun gestern dazu. So, so ... woher kommt nur diese plötzliche Erkenntnis?
Wer sich allerdings vor Ort umschaut, der stellt ganz schnell fest – da war der Minister wohl etwas voreilig. Na, noch sind ja 9 Tage Zeit, den Worten auch Taten folgen zu lassen. Tatsächlich wird es wohl noch etwas länger dauern, denn derzeit wird dort gerade die Brücke der Windmühlenstraße über den Flutgraben erneuert und das Umfeld gleicht dort gegenwärtig noch einem Trümmerfeld. 

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