Nach langem Hin und Her scheint es nun doch ernst zu werden mit der Sanierung des nächsten Abschnitts der Bismarckstraße und der Straßen im angrenzenden Gewerbegebiet. Gestern fand im Prohliser Bürgersaal eine Informationsveranstaltung statt, bei der Mitarbeiter der zuständigen Ämter von Stadt und Land, sowie der beteiligten Planungsbüros interessierten Anliegern den vorgesehenen Bauablauf vorstellten und für Fragen bereit standen.
Nachdem ja bereits vor einem Jahr erstmals der Baustart angekündigt war, scheint nun alles in trockenen Tüchern zu sein und nichts mehr dem Beginn der Bauarbeiten im Wege zu stehen. Zu Beginn der Veranstaltung erläuterte der Vertreter des Amtes für Wirtschaftsförderung nochmals wortreich, warum es zu den Verzögerungen gekommen sei, dass man bereits 2011 mit den Vorbereitungen begonnen habe und welche Schwierigkeiten bei der Bereitstellung von Fördermitteln für die Erschließung eines bestehenden Gewerbegebietes zu überwinden waren. Gleichzeitig betonte er, dass die Sanierung ohne Fördermittel noch viel länger hätte auf sich warten lassen, und die Stadt deutlich teurer käme. Für die nun anstehende Straßensanierung erhält die Stadt 60% der Kosten als Fördermittel bereitgestellt, 40 % muss sie selbst als Eigenmittel aufbringen. Diese Eigenmittel seien bereits 2012 aus anderen Bereichen umgewidmet worden. Konkret heißt das, es stehen Fördermittel in Höhe von 911 TEURO bereit und die Stadt Dresden steuert weitere 669 TEURO bei.

Anschaulicher wurde es, als die Vertreter des Straßen- und Tiefbauamtes und des Planungsbüros das Wort ergriffen. Nach den vorliegenden Planungen werden die Bismarckstraße zwischen Saydaer Straße und der Bäckerei Hinkel sowie die Saydaer Straße, die Kleine Straße, die Straße Am Feld und die Sosaer Straße im angrenzenden Gewerbegebiet grundhaft ausgebaut, inkl. Erneuerung der Straßenbeleuchtung und Straßenentwässerung, sowie aller anliegenden Medien. Außerdem erhalten alle Straßen neue Fußwege, die Bismarckstraße beidseitig, die Straßen im Gewerbegebiet nur auf einer Seite. Beginn der Baumaßnahmen soll am 16. März nächsten Jahres sein, die dann bis zum 9. Oktober 2015 andauern werden. Das Gebiet wird in 5 Bauabschnitte unterteilt, wo dann in 3 Etappen gebaut werden soll. Viel Wert bei der Bauplanung wurde darauf gelegt, dass die Anlieger – überwiegend Gewerbebetriebe mit teilweise umfangreichem Zulieferverkehr – jederzeit auf Ihren Grundstücken erreichbar sind. Bereits in der zurückliegenden Planungsphase hat es dazu zahlreiche Gespräche mit den betroffenen Anrainern gegeben, um deren Vorstellungen und Nöte so weit wie möglich zu berücksichtigen. Zum Start Mitte März wird zunächst im Bereich Saydaer Straße und dem mittleren Bereich der Sosaer Straße gebaut. Gleichzeitig wird die Straße Am Feld und der dort anschließende Bereich der Bismarkstraße bis zur Bäckerei Hinkel saniert. In einer zweiten Bauphase ab Anfang Juni wird dann die Bismarckstraße zwischen der Straße Am Feld und der Saydaer Straße und gleichzeitig die Sosaer Straße bis zur Brücke über den Flutgraben in Angriff genommen. Den Abschluss bildet dann ab Anfang August die Kleine Straße und der sich dort anschließende hintere Teil der Sosaer Straße. Die Straßen sind während der Bauphasen jeweils voll gesperrt, bis auf einen Abschnitt der Sosaer Straße, auf dem halbseitig gebaut wird. Während der Sperrung der Bismarckstraße von Mitte März bis Anfang August soll der Verkehr über den Langen Weg, die Niedersedlitzer Straße und die Reisstraße umgeleitet werden. Für den verbleibenden Rest der Bismarckstraße bis zum Langen Weg wurde die Sanierung im Jahre 2016 in Aussicht gestellt. Zur Vorbereitung der Baumaßnahmen sollen entlang der betreffenden Straßen bereits ab nächste Woche insgesamt 35 Bäume, die Hälfte davon allein entlang der Sosaer Straße, gefällt werden. Die verantwortlichen Planer versicherten, es sich damit keinesfalls leicht gemacht zu haben – jeder betroffene Baum sei auf seine verbleibende Lebenserwartung untersucht worden. Als Ersatzpflanzung sind insgesamt 60 neue Bäume, entlang der Bismarckstraße Eichen, an den anderen Straßen Linden, vorgesehen. Na dann – Gut Holz ... 

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