Der Niedersedlitzer Bahnhofsvorplatz war einst Stätte rastloser Geschäftigkeit, wenn hier morgens tausende Arbeiter aus den umliegenden Gemeinden ankamen, um in den Niedersedlitzer Fabriken ihren Lebensunterhalt zu verdienen und wenn sie sich abends wieder auf den Heimweg machten. Der Niedersedlitzer Bahnhofsvorplatz ist auch heute noch ein wichtiger Knotenpunkt des öffentlichen Nahverkehrs. Eine Straßenbahnlinie endet hier, zahlreiche Buslinien bieten Umsteigemöglichkeiten und die S-Bahn bietet schnelle Verbindung in die weitere Umgebung.
Der aktuelle Zustand des Platzes wird seiner Rolle in keinster Weise gerecht. In seinem tristen Dasein ist seine Entwicklung irgendwann in grauer Vorzeit stehen geblieben, verschleißt seit dem und ist in einen tiefen Dornröschenschlaf verfallen. Bereits im Mai letzten Jahres nahm der Baubürgermeister Jörn Marx in einer Stadtratssitzung dazu Stellung und berichtete von laufenden Planungen, die noch 2013 abgeschlossen sein sollten. Tatsächlich gibt es bereits seit 2002 immer mal wieder Studien und Untersuchungen zur Sanierung des Niedersedlitzer Bahnhofsplatzes. Vor knapp einem Jahr, im November letzten Jahres bestätigte der Baubürgermeister auf Nachfrage der Sächsischen Zeitung. „Die Vorplanungen befinden sich kurz vor dem Abschluss". Dem Dresdner Stadtrat wurde die Vorlage der Planung dann erst für Anfang 2014, später dann noch vor der Sommerpause versprochen. Passiert ist seit dem – Nichts! Als der Stadtrat und Niedersedlitzer Jens Genschmar im September erneut eine Anfrage dazu stellte, hieß es jetzt, dass die Planungen für den Niedersedlitzer Bahnhofsvorplatz nun Anfang kommenden Jahres vorliegen sollen - der Baubürgermeisters Marx sitzt das Thema offenbar weiterhin aus und wartet wohl in der warmen Amtsstube auf seine Ablösung. Der Stadtrat fordert außerdem zeitnah die Anwohner zu informieren und in einem Bürgerbeteiligungsverfahren deren Anregungen aufzugreifen. 

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