Ndsol News20141221 01Michael Schumacher und Sebastian Vettel begannen einst ihre Karriere im Motorsport auf einer Kartbahn – in einem jener kleinen Flitzer, bei denen der Fahrer nur wenige Zentimeter über der Rennpiste sitzt und deren Aufbau auf das Wesentliche beschränkt ist. Vom ADAC organisiert, tragen die Motorsportbegeisterten in mehreren Rennen jährlich ihre Meisterschaften im Kartsport aus. Der Kart-Rennsport ist dabei nicht zu verwechseln mit jenem Freizeitsport, bei dem jedermann in einer Karthalle ein paar Runden drehen kann.
Wer hat geahnt, dass eine solches Kartsport-Rennteam in Niedersedlitz beheimatet ist? In einem Hinterhof an der Lugaer Straße, in einer kleinen Garage hat sich in den letzten Jahren ein solches Team von Kart-Fahrern etabliert. Inzwischen sind sie so gewachsen, dass der Platz in der kleinen Garage nicht mehr ausreicht und sie eine neue Bleibe suchen, wo sie an ihren Flitzern schrauben können.

Bereits seit Mitte der 90er Jahre ist Sven Kahnt mit seinem Kart Rennen gefahren. So blieb es nicht aus, dass er auch seinen Sohn mit der Begeisterung für den Motorsport ansteckte. Bereits mit 5 Jahren saß sein Sohn Danny Schultz das erste Mal in einem solchen Gefährt und kam nicht mehr davon los. 2001 löst er seinen Vater ab und fuhr von nun an selbst Rennen. Inzwischen fährt er in der leistungsstärksten Klasse, flitzt mit bis zu 160 km/h um die Kurven und misst sich in der deutschen Kartmeisterschaft mit den Besten aus ganz Europa. 2012 reifte dann der Entschluss, ein eigenes Rennteam zu bilden. Anfang 2013 wurde das Team „Kahnt-Motorsport" gegründet und ist damit das Einzige in Dresden. 2013 gingen 3 Fahrer an den Start, 2014 waren bereits 6 Fahrer für das Team unterwegs.
Inzwischen ist der Name Kahnt in der deutschen Kart-Szene durchaus eine bekannte Größe. Die meisten Fahrer des Teams kämpfen dabei in der ostdeutschen ADAC-Kartmeisterschaft um Punkte und Siege. Mit dabei ist jede Menge Enthusiasmus und Idealismus. Finanzielle Unterstützung gibt es nämlich praktisch keine, vielmehr stecken die Kart-Fans jede Menge eigenes Geld in ihr Hobby. Jeder Fahrer muss sein Fahrzeug selbst finanzieren – jede Saison kommen da mal locker 8000 EUR pro Fahrzeug zusammen. Dazu kommen dann noch je Rennwochenende weitere tausend Euro für Startgebühren, Benzin, Verpflegung u.ä. – bei deutschen Meisterschaften auch schnell mal das Doppelte. Danny Schultz finanziert sich sein Hobby, indem er neben dem Studium noch einer Arbeit nachgeht und von seiner Familie unterstützt wird. Mit seinem Rennteam will er vor allem junge Fahrer unterstützen und hat sich insbesondere die Nachwuchsförderung zum Ziel gesetzt. Wer Interesse am Kartsport hat, ist deshalb jederzeit eingeladen, einfach mal vorbeizuschauen. So hat er erst in diesem Jahr eine 15jährige Dresdnerin entdeckt - ob ihr Talent zum Tragen kommt, hängt jedoch davon ab, ob ihre Eltern die Kosten stemmen können.
Noch nicht fündig geworden sind die Kartfahrer allerdings bei ihrer Suche nach einer größeren Werkstatt – 100m² würden dabei erst einmal völlig ausreichen. Wer also die jungen Motorsportler damit unterstützen kann und will – oder wer jemanden kennt, der jemanden kennt ... - der kann sich gern bei niedersedlitz-online.de oder direkt beim Kahnt-Motorsport-Team melden. Auch jede andere Hilfe wäre gern gesehen, genug Werbeflächen sind vorhanden ...

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