Ndsol News20150416 01

Nichts geht mehr am Spielplatz Mühlenstraße – Baustopp! Ein neues Kapitel in einer endlosen Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen.
Vor nun inzwischen mehr als einem Jahr hatte das städtische Amt für Stadtgrün angekündigt, die Spielgeräte auf dem Spielplatz an der Mühlenstraße für 60 TEURO zu sanieren und instandzusetzen. Als Ende November dann der Spielplatz gesperrt wurde und die Bagger vorfuhren, war von Reparaturen und Instandsetzung keine Rede mehr. Stattdessen wurde die gesamte Hügellandschaft mit Tunnelsystem und verschiedenen Spielgeräten weggebaggert. Begründet wurde das damit, dass die hölzernen Stützwände durch eingedrungenes Wasser nicht mehr sanierungsfähig waren. Stattdessen sollte die Anlage nun aus besser geeigneten Material komplett neu errichtet werden- die Kosten stiegen auf 120 TEURO. Nach dem Abriss wurden jedoch erst mal wieder alle Tätigkeiten eingestellt – zurück blieb eine unansehnliche Schlammwüste. Die versprochene Neuerrichtung des Hügels mit einem Tunnelbau aus dauerhaften Kunststoffmaterialien ließ auf sich warten. Offenbar gab es Schwierigkeiten, eine geeignete Baufirma zu beauftragen. Ende Januar hieß es dann seitens des städtischen Amtes, der Auftrag sei vergeben und man rechne damit, dass bis Ende März alle Spielgeräte fertig aufgebaut sind. Vor Ort an der Mühlenstraße wurde stapelweise Material abgeladen und ein Schild am Bauzaun verkündete, die Zschierener Baufirma Saule - ein Spezialist für Landschaftsbau, Sport- und Spielplätze – würde sich nun der Sache annehmen. Passiert ist leider nichts. Der angekündigte Fertigstellungstermin Ende März war vergangen und die Einzelteile des neuen Spielplatzes lagen immer noch unberührt am Wegesrand. Sollte deren chaotische Anordnung bereits die neue Gestaltung eines Abenteuerspielplatzes darstellen? Ein ungewöhnlich strenger Winter konnte diesmal wohl kaum für die erneute Verzögerung herhalten. Stattdessen wird die Feuchtigkeit ins Feld geschickt – der lehmige Untergrund sei zu weich gewesen, damit die Baufahrzeuge darauf fahren konnten.

Seit Anfang April waren nun endlich doch noch Bestrebungen auf der Baustelle zu verzeichnen, mit den einzelnen Pfosten und Pfeilern ein geordnetes Gesamtbauwerk zu errichten. Die Anzahl der vorrätigen Einzelteile und das vorgelegte Tempo ließ allerdings befürchten, das kann dauern ... Und es kam noch schlimmer! Das hochgelobte, dauerhafte Kunststoffmaterial, aus dem die neuen Tunnel gebaut werden sollten – erwies sich als ungeeignet, entsprach nicht den Sicherheitsbestimmungen. Gestern wurde daraufhin ein Baustopp verhängt. Wann es nun weitergehen soll und wann der Spielplatz fertiggestellt sein wird – darüber will derzeit keiner eine Prognose abgeben. Von weiteren Kostensteigerungen ganz zu schweigen ...
Da anschließend auch die Rasenfläche neu angelegt werden und wachsen muss, werden die Niedersedlitzer Kinder wohl noch wenigstens dieses gesamte Jahr auf ihren Spielplatz verzichten müssen – denn selbst ohne die neuerliche Panne sollte zuletzt die Wiedereröffnung noch bis Herbst dauern.

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