Bald zwei Jahre ist es her, als zum – bisher – letzten Mal die Fluten des Lockwitzbachs über die Ufer traten und sich die Wassermassen ihre eigenen Wege durch die Straßen von Niedersedlitz suchten. Ende Juni diesen Jahres nun läuft die Frist ab, bis zu der Fördergelder zur Beseitigung der Hochwasserschäden aus 2013 bei der Sächsischen Aufbaubank beantragt werden können. Bei der vergangenen Sitzung des Prohliser Ortsbeirates Anfang letzter Woche stellte Ortsamtsleiter Lämmerhirt nun die Pläne für Baumaßnahmen im Zuge der Hochwasserschadensbeseitigung vor. Insgesamt 6 Mio. EUR stehen dabei für Sanierungen des Straßennetzes im Ortsamtsgebiet zur Verfügung – und die sollen nahezu vollständig in Niedersedlitz verbaut werden.

Die größte Baustelle wird der Ausbau der Reisstraße zwischen Kreisverkehr und Bismarckstraße sein. Dort sollen nicht nur Hochwasserschäden beseitigt werden, sondern die gepflasterte Holperpiste soll grundhaft erneuert werden. Von März bis Dezember nächsten Jahres soll die schon lange notwendige Sanierung nun durchgeführt werden. Bereits für dieses Jahr ist geplant Hochwasserschäden auf der Dorfstraße im Anschluss an den Dorfplatz zu beseitigen. Dort soll der rissige Asphalt ausgetauscht werden. Von August bis September wird darüber hinaus die Mühlenstraße auf einer Länge von 150 instand gesetzt werden und dazu neue Fußwege erhalten. Eine weitere Baustelle soll ab Februar nächsten Jahres in Angriff genommen werden. Bis zum September 2016 soll die Brücke über den Lockwitzbach im Verlaufe der Prof.-Billroth-Straße komplett neu errichtet werden. Erst vor wenigen Wochen musste sie für den Fahrzeugverkehr endgültig gesperrt werden, weil sie inzwischen so marode ist, dass sie den Belastungen nicht mehr standhalten kann. Ebenfalls 2016 soll die Brücke über den Flutgraben im Verlaufe der Sosaer Straße neu errichtet werden. Diese soll jedoch auch danach, wie schon bisher, nur als Fußgängerbrücke dienen.
Umleitungen und gesperrte Straßenabschnitte werden also auch weiterhin und bis Ende nächsten Jahres zum Straßenbild von Niedersedlitz gehören. Diese zeitweiligen Unannehmlichkeiten werden sicherlich dennoch gern in Kauf genommen – besteht doch damit die Hoffnung, dass die größten Unzulänglichkeiten bei den Niedersedlitzer Straßen und Brücken bald der Vergangenheit angehören. Darüber hinaus ist ja bereits seit Mitte März diesen Jahres die Bismarckstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Dort und im angrenzenden Gewerbegebiet werden ebenfalls die Straßen grundhaft erneuert. Allerdings hinkt der derzeitige Baufortschritt dort deutlich dem beabsichtigten Terminplan hinterher, so dass zu befürchten ist, dass – auch hier wieder – der vorgesehene Abschluss der Baumaßnahmen im Oktober (diesen Jahres!) nicht gehalten werden kann.

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