Ndsol News20150615 01

Der Anfang ist gemacht, der Grundstein ist gelegt. Im Rahmen ihres Vereinsfestes Anfang Juni haben die Windmühlensiedler den offiziellen Startschuss für den Hochbau ihres Vereinsgebäudes vollzogen. Mit einer feierlichen Grundsteinlegung wurde im Beisein zahlreicher Vereinsmitglieder und Gäste eine Zeitkapsel versenkt, die an den Festakt erinnern soll. Mit der Zeitkapsel wurden Dokumente aus der 78jährigen Geschichte der Siedlung „An der Windmühle", historische und aktuelle Unterlagen, Baupläne und Zeitungen der Nachwelt übergeben. In einer kurzen Ansprache blickte der 1. Vereinsvorsitzende Peter Jantsch auf die bereits bewältigten Schwierigkeiten und Anstrengungen zurück, er dankte allen Beteiligten, erwähnte jedoch auch, dass noch viel Arbeit auf die Windmühlensiedler wartet, bis sie ihr neues Vereinsgebäude einweihen können.
Im Ergebnis der gesellschaftlichen Umwälzungen 1945 und 1990 musste der Siedlerverein feststellen, dass das Grundstück, auf dem ihre bisherige Vereinsbaracke stand und auf dem sie von jeher ihre alljährlichen Sommerfeste veranstalteten, nun der Bundesrepublik gehören sollte. Nach langen und schwierigen Verhandlungen konnte der Verein 2005 einen Vertrag abschließen und sein Grundstück für 160 TEURO wieder zurückkaufen. Innerhalb von 6 Jahren gelang es dem Verein diese Summe aufzubringen und den Kauf abzuschließen. Parallel dazu wurden erste Sanierungsarbeiten auf dem Grundstück in Angriff genommen. Nun konnte es an die Planung des Neubaus und dessen Genehmigung gehen. Auch hier stand wieder ein zäher Kampf mit verschiedenen Ämtern im Dresdner Rathaus an, der letztlich erst mit dem Besuch von OB Orosz im Sommer 2014 abgeschlossen werden konnte. Dennoch begannen die Vereinsmitglieder im Frühjahr 2014 bereits mit einem ersten „Spaten"stich den Neubau eines Kellers und im Herbst folgte der Abriss der alten Baracke. Damit war der Weg frei für den Neubau und nach einem milden Winter wurde bereits im April dieses Jahres die Bodenplatte gegossen.

Nun steht in zahlreichen Arbeitseinsätzen nach Feierabend und am Wochenende die Errichtung des Hochbaus an. Bis zum nächsten Winter wollen die Vereinsmitglieder das Erdgeschoss errichten und die Geschossdecke einziehen, um den Bau vor der Witterung zu schützen. In zwei Jahren feiert die Windmühlensiedlung ihr 80. Gründungsjubiläum. Bis dahin wollen die Siedler den Neubau ihres Siedlerheimes abgeschlossen haben. Hilfe und Unterstützung jeder Art ist bis dahin jederzeit willkommen.
Ein Stein, ein Kalk, kein Bier – bei der Grundsteinlegung wurde mit einem Schnaps auf das gute Gelingen des Baus anstoßen. Bier konnten sich die Gäste des Siedlerfestes anschließend im Festzelt selbst bestellen. Während der Mauerarbeiten im Sommer wird dann sicherlich auch das ein oder andere Bier fällig - ein Stein, ein Kalk, ein Bier. Vielleicht auch - ein Stein, ..., zwei Bier – immerhin sind die Steine doch recht groß. Gutes Gelingen!

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