Windmühlenstraße, Siedlung „An der Windmühle“, Kleingartenverein „An der Windmühle“ – wo aber ist die Windmühle? Die namensgebende Windmühle stand einst auf der heute freien Fläche, wo vor kurzem die Sternhäuser abgerissen worden. Keiner der heutigen Niedersedlitzer jedoch kennt diese Windmühle noch aus eigenem Erleben, denn nachdem sie mehrmals abgebrannt war, wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts nicht wieder aufgebaut. Jetzt sollen an dem historischen Standort wieder Windmühlen gebaut werden.

Ein lokaler Energieversorger plant auf dem freien Gelände zwischen Windmühlenstraße und Dohnaer Straße Windenergieanlagen – die modernen Windmühlen der Neuzeit - zu errichten. „Wir planen dort 5 Windräder aufzustellen.“, sagte ein Sprecher des Energieversorgers. „Damit wollen wir gleich mehrfach an die Geschichte dieses Standortes anknüpfen. Einerseits erhalten die zahlreichen lokalen Bezüge auf die einstige Windmühle wieder einen Sinn, anderseits sollen die 5 Windkraftwerke mit ihren 3-flügligen Rotoren an die 5, kürzlich dort abgerissenen, 3-flügligen Wohnhäuser erinnern.“ Die Planungen liegen dabei voll im Trend mit dezentraler Energieerzeugung den Strom dort zu erzeugen, wo er verbraucht wird. Teure Überlandleitungen können so eingespart werden. Solarzellen auf Rathäusern und Schulen, Biomassekraftwerke auf Bauernhöfen und jetzt eben auch Windkraftanlagen mitten in der Stadt. Um die Akzeptanz bei den Anliegern zu erhöhen, soll der Windpark als Bürgerkraftwerk konzipiert werden. „Die Anwohner können sich so an der Anlage beteiligen und damit direkt von den Vorteilen der alternativen Energieerzeugung profitieren.“ erklärte dazu der Sprecher.

 

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