Häuser mit Geschichte

Ndsol Lungkwitzer4 01 © www.niedersedlitz-online.de, U.Clemens

Niedersedlitz machte sich gerade auf den Weg von einem verträumten Dorf zu einer bedeutenden Industriegemeinde vor den Toren von Dresden aufzusteigen. In Niedersedlitz lebten zu jener Zeit gerade einmal 500 Einwohner.
Otto Kauffmann hatte wenige Jahre zuvor seine chemische Fabrik in Niedersedlitz gegründet, die Gebrüder Philipp waren ihm wenig später mit einer Fabrik für Düngemittel gefolgt und Alwin Dankelmann hatte die alte Niedersedlitzer Mühle gekauft und zu einer Dampfmühle umgebaut. Es war Mitte der 1870er Jahre, als der Gutsbesitzer Karl Gottlieb Beil an der Bahnhofstraße neben seinem Gutshof den Gasthof Niedersedlitz – den späteren Gasthof „Zum Goldenen Löwen" errichtete.
Gegenüber auf der anderen Seite des Lockwitzbaches unweit von der Straße nach Luga wurde zur gleichen Zeit eine Villa errichtet. Die heutige Lungkwitzer Straße existierte damals noch nicht und das neue Gebäude wurde zunächst unter der Adresse Bahnhofstraße 23b registriert.
Johann Traugott Höritzsch, der Betreiber des Restaurants im Böhmischen Bahnhof von Dresden – dem heutigen Hauptbahnhof – war auf die idyllische Lage vor den Toren Dresdens aufmerksam geworden, die er dank der seit einigen Jahren verkehrenden Eisenbahn dennoch schnell von Dresden aus erreichen konnte. Und so ließ er ab 1874 dort seinen neuen Wohnsitz errichten, den er bereits 1875 bezog. Als dann ein Jahr später die Gemeinde Niedersedlitz 1876 ihre eigene Schule eröffnete, schenkte der Neu-Niedersedlitzer Johann Traugott Höritzsch der Schule ein Harmonium.

Weiterlesen ...
  • Heimatverein Niedersedlitz

  • Ihre Werbung auf Niedersedlitz-Online